18.06.2026 – München stellt vertieftes Konzept für Olympische und Paralympische Spiele vor
Am 18. Juni 2026 haben die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern Vertreterinnen und Vertretern der olympischen Spitzenverbände, des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Deutschen Behindertensportverbandes das vertiefte Münchner Bewerbungskonzept für Olympische und Paralympische Sommerspiele präsentiert.
Das Programm führte zunächst in den SAP Garden und anschließend zum Schloss Nymphenburg. Dort informierten Vertreter aus Politik und Sport im Rahmen von Pressestatements über die vorgesehenen Schwerpunkte des Konzepts sowie über die aus ihrer Sicht bestehenden Chancen Münchens im nationalen Auswahlverfahren.

Redaktionelles Bild – Waldi und „München 20XX“ vor Schloss Nymphenburg
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Kompaktes Sportstättenkonzept mit kurzen Wegen
Ein zentraler Bestandteil der Münchner Planung ist der sogenannte One-Village-Gedanke. Nach Angaben der Bewerbung sollen 90 Prozent der vorgesehenen Sportstätten weniger als 30 Kilometer vom geplanten Olympischen und Paralympischen Dorf entfernt liegen. 76 Prozent der Wettkampfstätten werden mit einer Entfernung von höchstens 16 Kilometern angegeben.
Der Olympiapark soll erneut das Zentrum der Spiele bilden. Bestehende Anlagen sollen weitergenutzt und um Flächen für jüngere, urbane Sportarten ergänzt werden. Das Bewerbungskonzept sieht außerdem ausgewählte Wettkampfstätten an markanten Orten in München und der Region vor.
Das geplante Olympische und Paralympische Dorf soll im Münchner Nordosten entstehen und während der Spiele Platz für rund 16.000 Athletinnen, Athleten und Betreuungspersonen bieten. Für die Zeit danach sieht das Konzept eine Umwandlung in ein barrierefreies Stadtquartier mit etwa 3.500 bis 5.000 Wohnungen vor. Diese Angaben beschreiben den gegenwärtigen Planungsstand und noch keine abschließend beschlossenen Baumaßnahmen.

Redaktionelles Bild – Dominik Krause, Markus Söder und Joachim Herrmann in Nymphenburg
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Schloss Nymphenburg als möglicher Wettkampfort
Mit der Wahl von Schloss Nymphenburg als Schauplatz der Pressestatements wurde zugleich ein möglicher Bestandteil der Münchner Planung sichtbar. Nach dem vorgestellten Konzept könnten im Umfeld der Schlossanlage Reitwettbewerbe stattfinden. Eine endgültige Festlegung der Austragungsorte ist damit noch nicht verbunden.
Neben Nymphenburg nennt die Bewerbung weitere bekannte Münchner Orte und bestehende Sportanlagen. Der Olympiapark soll dabei das sportliche Zentrum bilden. Weitere Wettbewerbe könnten unter anderem in Oberschleißheim sowie an ausgewählten innerstädtischen Standorten ausgetragen werden.
Ergänzend sieht das Konzept dezentrale Sport- und Kulturflächen vor. Diese sogenannten Olympic Hubs sollen das Veranstaltungsgeschehen über mehrere Bereiche der Stadt verteilen. Weitere Planungsansätze betreffen die stärkere gemeinsame Nutzung olympischer und paralympischer Wettkampfstätten, Kreislaufwirtschaft sowie neue Mobilitätsangebote.
Politische Unterstützung für „München 20XX“
An der Vorstellung vor Schloss Nymphenburg nahmen neben Markus Söder, Dominik Krause und Joachim Herrmann auch Persönlichkeiten aus dem Spitzen- und Vereinssport teil. Von offizieller Seite genannt wurden die Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, der ehemalige Skirennfahrer Felix Neureuther, der Paralympics-Sieger Michael Teuber und FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer.
Die politischen Vertreter warben bei dem Termin für das Münchner Konzept. Sie verwiesen dabei insbesondere auf das olympische Erbe von 1972, vorhandene Sportstätten, kurze Wege und die Erfahrung der Stadt mit internationalen Großveranstaltungen. Joachim Herrmann hob außerdem die Bedeutung eines verlässlichen Sicherheitskonzepts hervor.
Bei diesen Einschätzungen handelt es sich um die Positionen der Unterstützer der Bewerbung. Ob die vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt werden können, hängt vom weiteren Auswahl- und Bewerbungsverfahren sowie von späteren Planungs-, Finanzierungs- und Genehmigungsentscheidungen ab.

Redaktionelles Bild – Markus Söder bei Pressestatement
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Entscheidung über den deutschen Bewerber im September
München befindet sich derzeit im nationalen Auswahlverfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes. Neben der bayerischen Landeshauptstadt treten Berlin und KölnRheinRuhr mit eigenen Konzepten an. München ist damit noch nicht der offizielle deutsche Bewerber für das spätere internationale Verfahren.
Am 26. September 2026 soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden entscheiden, mit welchem Konzept Deutschland in den internationalen Wettbewerb geht. Die Münchner Bewerbung ist bewusst mit „20XX“ überschrieben und bezieht sich auf mögliche Olympische und Paralympische Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.
Rückhalt erhielt das Vorhaben bereits beim Münchner Bürgerentscheid vom 26. Oktober 2025. Nach dem amtlichen Ergebnis stimmten 66,4 Prozent der Abstimmenden für eine Bewerbung der Landeshauptstadt.
Unsere Fotostrecke dokumentiert die Vorstellung des vertieften Münchner Bewerbungskonzepts vor Schloss Nymphenburg. Die Aufnahmen zeigen die Waldi-Darstellung mit dem Logo „München 20XX“, die politischen Vertreter von Landeshauptstadt und Freistaat sowie Ministerpräsident Markus Söder während eines Pressestatements.
Die Bilder stehen in hoher Auflösung zur Lizenzierung für die redaktionelle Berichterstattung zur Verfügung. Weitere Informationen und die vollständige Fotostrecke erhalten Sie in unserem Login-Bereich.